Die Entscheidung, wie Sie den Schaden abrechnen, liegt voll und ganz bei Ihnen.

  • Sie können gegen Rechnung reparieren,
  • Sie können nach Gutachten/Kostenvoranschlag abrechnen und gar nicht reparieren,
  • Sie können nur teilweise reparieren.

Die beiden letzten Alternativen fallen unter die fiktive Abrechnung.

Diese Art der Abrechnung ist völlig legitim und zulässig – auch wenn das Landgericht Darmstadt damit seine Problem hat(te). Generell liegt die Entscheidung, was Sie mir der Schadensersatzzahlung der Versicherung machen voll und ganz bei Ihnen.

Diese birgt aber auch nicht unerhebliche Probleme – vor allem dann, wenn es an derselben Stelle noch einmal zu einem Unfall kommt. Dies ist gerade bei Schäden an der Stoßstange durch Auffahrunfälle ein häufiges Problem.

Leistungsfreiheit der Versicherung bei Vorschaden

Wenn an derselben Stelle nochmal ein Schaden eintritt, besteht die Gefahr, dass die Versicherung leistungsfrei bleibt, wenn eine sach- und fachgerechte Reparatur nicht bewiesen werden kann.

Die Versicherung kann sich dann auf den Einwand des nicht beseitigten Vorschadens zurückziehen und muss nichts bezahlen.

Sach- und fachgerechte Reparatur entkräftet Vorschadeneinwand

Dieses Risiko kann nur dadurch ausgeschlossen werden, dass eine sach- und fachgerechte Reparatur bewiesen werden kann. Hierfür dient am besten eine Reparaturrechnung.

 

Sach- und fachgerecht bedeutet, dass der Reparaturweg aus dem Schadensgutachten eingehalten wird.

 

Keine Beweise für eine sach- und fachgerechte Reparatur sind:

– Fotos

– Reparaturbestätigungen (auch nicht durch Gutachter)

– Zeugen